Mein Praktikum bei der BVG

Mein erstes Praktikum war bei den Berliner Verkehrsbetrieben im Bereich Mechatronik. Den ersten Monat war ich im Ausbildungszentrum der BVG, um Grundlagen zu lernen und danach habe ich zwei Werkstätten (die U-Bahn Werkstatt in Wedding und der Straßenbahnhof in Marzahn) besucht.

Da es mein erstes Praktikum war, war ich zu Beginn etwas nervös, aber es hat mir sehr geholfen, dass ich im Ausbildungszentrum von dem Teamleiter und den Ausbildern so herzlich empfangen wurde. Dort habe ich dann als erstes eine Einweisung und meine Arbeitskleidung bekommen. In den nächsten Wochen habe ich dann mit den Ausbildern verschiedene Projekte umgesetzt und durfte diese auch mit nach Hause nehmen.

Als erstes habe ich einen kleinen Berliner Bär aus einem Aluminiumblech von Hand ausgesägt, gefeilt und geschliffen und auf einen kleinen Sockel geklebt. Danach habe ich auf einer Bohrplatte das Anreißen, Körnen und Bohren von Löchern und Gewinden geübt. Nach der Metallbearbeitung von Hand kam die maschinelle. Ich durfte mich jeweils zweieinhalb Tage am Drehen und am Fräsen probieren. Mit der Drehmaschine habe ich einen kleinen Kerzenständer aus Messing gedreht und beim Fräsen ein kleines Podest.

Podest            Kerzenständer 

Ich durfte sogar zwei Tage das Schweißen ausprobieren und zum Schluss eine Art Pokal aus Alublechen zusammenschweißen. In der nächsten Woche kam dann Elektrotechnik dran. Nach den theoretischen Grundlagen und dem Aufbauen von Schaltungen auf einer Steckplatine, habe ich ein auch ein wenig gelötet.



PokalLötübung Würfel aus Kupferdraht                                                                

In der letzten Woche habe ich noch einige Übungen zur Elektropneumatik bekommen. Dabei baut man nach einem Schaltplan und Klemmplan für die elektrischen Bauteile und einer Skizze der pneumatischen Teile eine kleine Anlage auf.

Elektropneumatischer Aufbau

In der U-Bahn Werkstatt und dem Straßenbahnhof konnte ich dann wirklich in den Berufsalltag in einer Werkstatt reinschnuppern. In der U-Bahn Werkstatt war ich zuerst in der Komponentenabteilung, in der verschiedene Teile, wie z.B. Relais auseinandergenommen, gesäubert, teilweise repariert, wieder zusammengebaut und geprüft werden. Danach war ich in der Elektrowerkstatt, wo ich vor allem defekte Bauteile aus Platinen gelötet habe um sie zu tauschen oder beim Prüfen zugeschaut habe.

Auf dem Straßenbahnhof war ich dann in viel mehr unterschiedlichen Abteilungen, wie z.B. bei den Fahrgestellen, im Getriebebau, in der Elektronikwerkstatt und in der Instandhaltung.  Ich war zum Beispiel bei Isolationsprüfungen auf dem Dach der Straßenbahn dabei, bei der Aufbereitung der Getriebe und der Fahrgestelle und in der großen Instandhaltungswerkstatt, wo die Straßenbahnen alle 8 Jahre zur Hauptuntersuchung reinkommen oder nach einem Unfall, bzw. einer anderen Problemmeldung. Dort durfte ich zum Beispiel beim Wechseln der Kupplungen zwischen den Wagen, der Rampe für Kinderwagen und Rollstühle oder dem Wechseln der Sitze helfen.

In beiden Werkstätten durfte ich eigentlich immer auch mitmachen und es gab zum Glück selten ein Tag, an dem ich nur zugeschaut habe.

Meine Zeit bei der BVG hat mir sehr gut gefallen, da ich an vielen verschiedenen spannenden Aufgaben und Projekten arbeiten durfte und jede Woche etwas Neues gelernt habe. Außerdem wurde ich von allen Mitarbeitern herzlich empfangen und habe mich immer sehr wohl gefühlt. 

 

Steckbrief

Drei Worte, die mich beschreiben: neugierig, hilfsbereit, introvertiert

Das habe ich vor EnterTechnik gemacht: Abitur

Ich war beim Girls'Day: an der HWR

Das ist mein liebstes Technikgerät: PC, wei lich damit sehr viele verschiedene Sachen machen kann (Arbeiten, spielen etc. ...)

Warum ich mich bei EnterTechnik beworben habe: Weil ich herausfinden möchte, ob ein technischer Beruf mir liegt/Spaß macht.

Das will ich erreichen: Einen Beruf ausüben, der mir Spaß macht und gut mit der Familie verinbar ist.

zurück